Wattwandern um die Hallig Langeneß
Vorab: Sie sollten immer einen Kompass mitführen (im Ferienhaus vorhanden),
auch bei schönem Wetter, da das Wetter hier ganz plötzlich umschlagen
kann. Beachten Sie die
Gezeiten, so dass Sie etwa bei Niedrigwasser wieder
an Land sind.
Informieren Sie sich auch über die Wasserstandsvorhersagen
(Radio: NDR1 u. NDR2 9:00 Uhr)
Beim Wattwandern erleben Sie die Nordsee pur. Sie wandern
auf dem Meeresgrund in staubfreier, jod- und salzhaltiger Luft, in absoluter
Ruhe und Einsamkeit. Erleben und beobachten Sie die unzähligen Vögel,
wie sie im Watt nach Nahrung stochern (Fernglas nicht vergessen). Bei bestimmten
Witterungsverhältnissen können Sie faszinierende "Fata-Morganen"
erleben, die Warften oder der Amrumer Leuchtturm beginnen zu schweben,
als wären sie gerade dem Meer entstiegen.

schwebende Warften
(li. Hunnenswarf, re. Peterhaizwarf
+ Bandixwarf)
Das Nordwatt
Ideal eignet sich das Watt zum Wandern nördlich
der Ketelswarf, welches direkt an die Reethuus-Salzwiese angrenzt. Hier
befindet sich auch eine Watttreppe. Die ersten 50 m sind noch sehr schlickig,
aber dann erstreckt sich ein zum Wandern idealer fester Sandboden bis
zum Horizont. Am besten Sie wandern auf den Föhrer Funkturm zu. Hier
können Sie bis zur Wasserkante laufen. Bei Niedrigwasser befinden Sie
sich nun etwa in der Mitte zwischen Föhr und der Hallig Langeneß. Entlang der Wasserkante wandern
Sie weiter in Richtung Westen (Richtung Amrumer Leuchtturm), bis etwa
in Höhe der nächsten Warft Norderhörn. Von hier geht es dann diagonal
zurück zur Ketelswarf. Diese Wanderung ist relativ ungefährlich, da
in diesem Gebiet keine tiefen Priele vorkommen.
Achten Sie trotzdem unbedingt auf die Gezeiten
und gehen Sie nie ohne Kompass ins Watt (plötzlicher Wetterumschwung
möglich)!

im Nordwatt (im Hintergrund die Warften von Langeneß)
Das Südwatt
Das
Watt südlich der Ketelswarf (ca. 300 m vom Reethuus) bietet ganz andere
Reize. Hier besteht der Wattboden zum Teil aus schlickigem Material,
das Laufen ist hier zwar etwas beschwerlicher, dafür gibt es jedoch
unweit der Küste interessante Kulturspuren zu entdecken. Hier finden
sich z.B. noch Überreste der 1825 versunkenen Rickertswarf. Der
Fething, diverse Sodbrunnen und der Standort eines Hauses sind
zeitweise erkennbar.

ehemaliger
Brunnen der versunkenen Rickertswarf
Auch findet man noch Siedlungsreste (z.B. Tonscherben), alte Baumstümpfe, die einige hundert Jahre im Schlick
konserviert waren und gerade erst vom Meer freigespült wurden, es sind
Reste des Waldes der hier noch vor ca. 600 Jahren stand. Des Weiteren
sind diverse Ackerspuren infolge der früheren Salzgewinnung zu erkennen (diesbezüglich
besuchen Sie am besten einmal die Salzsiedler-Ausstellung im Museum
Gertsen-Haus auf der Ketelswarf).
Eine weiterer schöner Wattwanderbereich
befindet sich vor der Halgewarf
(in der Nähe des Hallig-Leuchtturms).
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